„Vorhofflimmern – von der Prävention zur Therapie“
Deutsche Herzstiftung stellt 1 Million Euro für Forschungsvorhaben bereit
(Frankfurt a. M., 13. Mai 2026) In Deutschland leiden 1,5 bis 2 Millionen Menschen an Vorhofflimmern, der häufigsten andauernden Herzrhythmusstörung. Vorhofflimmern ist eine ernst zu nehmende Herzrhythmusstörung, die manchmal aber auch ohne größere Symptome auftritt. Herzrhythmusstörungen sind in Deutschland neben der koronaren Herzkrankheit (KHK) und der Herzschwäche der häufigste Grund für eine stationäre Krankenhausaufnahme mit rund 460.000 Klinikeinweisungen pro Jahr (Deutscher Herzbericht – Update 2025). Bleibt Vorhofflimmern unbemerkt und somit unbehandelt, besteht Schlaganfallgefahr. 20 bis 30 Prozent der ischämischen Schlaganfälle gehen auf diese Herzrhythmusstörung zurück. Aber auch eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) kann sich in der Folge entwickeln. Außerdem verringert Vorhofflimmern generell die Lebensqualität der Betroffenen und es besteht ein erhöhtes Demenz-Risiko.
1 Million Euro zur Förderung von Forschungsprojekten zum Vorhofflimmern
Die Deutsche Herzstiftung sieht zu Vorhofflimmern weiterhin großen Forschungsbedarf und stellt eine Million Euro für innovative Forschungsprojekte auf diesem Gebiet zur Verfügung. Gefördert werden vor allem Grundlagenarbeiten sowie klinische Forschungsprojekte, die sich mit der der Ätiologie, Diagnose und Therapie von Vorhofflimmern beschäftigen. Dabei können sowohl individuelle Arbeitsgruppen wie auch Forschungsverbünde aus mehreren akademischen Einrichtungen in Deutschland am Verfahren teilnehmen. Das Forschungsvorhaben soll den Zeitraum von zwei Jahren nicht überschreiten. Teilnahmeberechtigt sind in Deutschland tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Ein Gutachtergremium wird die Projekte beurteilen und die Gesamtfördersumme von 1 Million Euro auf die ausgewählten Projekte aufteilen.
Die Bewerbungsunterlagen sollen folgende Angaben enthalten:
- Titel (eine Zeile)
- Partnereinrichtung(en) (eine Zeile)
- Ziel(e) (1-3 Zeilen)
- Projektbeschreibung (1 Seite)
- Arbeitsplan (1 Seite)
- Vorhandene Ressourcen (1/2 Seite)
- Erforderliche Ressourcen (beantragte Mittel, 2-4 Zeilen. Bitte beachten Sie, dass Mittel für Geräte und Gerätezubehör nicht finanziert werden).
- Expertise/ Publikationen / Patente (max.5)
- Zeitplan (2 Zeilen)
- Alle Bewerbungsunterlagen sind in einer PDF-Datei zusammenzufassen.
Die Bewerbungen sind als PDF-Dateien bis spätestens 3. Juli 2026 per E-Mail an forschung@herzstiftung.de einzureichen. Informationen zur Bewerbung sind abrufbar unter www.herzstiftung.de/vhf-forschungsantrag
Die Bewerber/innen verpflichten sich, im Falle der Förderung eine für die Veröffentlichung durch die Deutsche Herzstiftung allgemeinverständliche Kurzfassung zu erstellen. Darüber hinaus sind spätestens ein Jahr nach Beendigung des Projektes unaufgefordert ein Abschlussbericht (als PDF-Datei) über das durchgeführte Projekt sowie ein von der Drittmittelstelle bestätigter Mittelverwendungsnachweis vorzulegen. Alternativ zum Abschlussbericht kann eine zeitnah aus dem Projekt hervorgegangene Publikation eingereicht werden.
Über die Vergabe der Fördermittel entscheidet der Vorstand der Deutschen Herzstiftung e.V. auf Vorschlag eines Gutachtergremiums, dem alle Bewerbungen vorgelegt und von diesem in einem mehrstufigen Begutachtungsverfahren mit Punktesystem bewertet werden. Das Gutachtergremium setzt sich aus Herzspezialisten der Deutschen Herzstiftung (DHS), der Deutschen Stiftung für Herzforschung (DSHF) sowie weiteren Experten zusammen. Die Bedingungen der Antragstellung orientieren sich an den Vorgaben der Deutschen Stiftung für Herzforschung. Die Bekanntgabe der bewilligten Anträge mit den jeweiligen Fördersummen erfolgt Ende September 2026 (24.-26.9.) im Rahmen der DGK-Herztage in Hamburg.
Weitere Informationen sind zu erhalten bei Valerie Rohrwild (Tel. 069/955128-100, E-Mail forschung@herzstiftung.de) und Dr. Sinann Al Najem (Tel. 069955128-144) oder im Internet unter www.herzstiftung.de abrufbar.
Ansprechpartner
- 60323 Frankfurt am Main, Bockenheimer Landstr. 94-96
- 069 955128 114/-140
- presse@herzstiftung.de
Leitung Pressestelle: Michael Wichert
Pressereferent: Pierre König